Oberflächenbeschichter/in
Claudia kommt aus dem Büro des Meisters und studiert einen Arbeitszettel: Eine Serie von Naben aus Stahl soll chemisch vernickelt werden. Das ist für REISSER, bei dem sie als Oberflächenbeschichterin arbeitet ein ganz normaler Auftrag.
Rasch winkt Claudia einen Gehilfen herbei und beauftragt ihn, die Naben für das chemische Nickelbad zu reinigen und einen bestimmten Warenträger zu beschicken. Wenn die zu galvanisierenden Ringe, Schrauben, Kurbelwellen, Armaturen oder Computerdeckel nicht völlig metallrein sind, erklärt Claudia, kann es später beim galvanischen Verfahren keine einwandfreien Metallniederschläge geben.
Die Nickel-, Zink oder chemischen Nickelüberzüge dienen als Rost- oder Korrosionsschutz, beispielsweise wenn Nieten oder Muttern verzinkt oder vernickelt werden. Sie können aber auch dekorativen Charakter haben, etwa bei hochwertigen vergoldeten Essbestecken. Leiterplatten für gedruckte Schaltungen in der Elektroindustrie werden wegen der guten Leitfähigkeit gerne versilbert, und durch Reibung stark beanspruchte Kurbelwellen können durch Auftrag von Chromschichten vor zur raschem Verschleiß geschützt werden.
Claudia hat sich inzwischen an Ihrem Schreibtisch niedergelassen und blättert in Tabellensammlungen, notiert Zahlenwerte und beginnt zu rechnen. Entsprechend der im Kundenauftrag angegebenen Oberflächenqualität ermittle ich die Stromstärke und Galvanisierungszeit und wähle den Elektrolyten aus, erklärt sie.
Viele galvanischen Betriebe haben sich spezialisiert, da die Galvanotechnik heute viele differenzierte Verfahren kennt und die Kundenaufträge breit gefächert sind.
REISSER ist durch Großaufträge der regionalen Drehereibetriebe, Fertigungs-betriebe der Metallindustrie und der Autozuliefererbranche ausgelastet.
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